So, liebe Leute, heute muss ich etwas tun, was ich nur sehr ungern tue: Ich muss mal kurz ernst werden. Ihr lasst mir leider keine andere Wahl.

Der folgende Text ist insbesondere den Frauen gewidmet, die sich meine Fotos seit Wochen oder gar Monaten anschauen und prinzipiell Lust auf ein Shooting hätten, sich aber nicht trauen mich anzuschreiben. Ihr ahnt vielleicht schon, was jetzt kommt …

Immer wieder höre ich von Frauen, die ich fotografiere, dass es sie große Überwindung gekostet hätte mich anzuschreiben. Schließlich seien die Frauen, die ich fotografiere, immer so hübsch – und sie selbst könnten da ja gar nicht mithalten (Punkt 1). Jule, eine junge, unheimlich sympathische Schauspielerin, die ich im Mai fotografieren durfte, hatte diese Bedenken (glaube ich) zwar nicht, erwähnte während unseres Shootings jedoch, dass sowohl meine Fotos (Punkt 2) als auch meine Internetseite (Punkt 3) so professionell aussähen, dass es Wochen dauerte, bis sie sich endlich einen Ruck gab und mich anschrieb. Auch das habe ich bereits öfter gehört. Also nehme ich das Shooting mit Jule mal zum Anlass, etwas zu diesem Thema zu schreiben.

Punkt 1

Hört auf euch einzureden, ihr wärt nicht hübsch genug (für was auch immer)! Erstens liegt Schönheit stets im Auge des Betrachters und zweitens ist mir der menschliche Faktor viel wichtiger als ein (am gängigen Schönheitsideal gemessen) makelloses Aussehen. Ob ich jemanden (auf TfP-Basis) fotografiere, entscheide ich danach, ob diese Person (charakterlich, sowohl optisch als auch menschlich) zu meiner Art der Fotografie passen könnte oder nicht. Und nicht danach, ob diese Person perfekt aussieht.

Soll heißen: Du brauchst eine gewisse Grundausstrahlung, die mich anspricht (was das bedeutet, kann ich nicht beschreiben – ich muss Fotos sehen und denken „jau, passt“) und musst sympathisch rüberkommen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Und selbst wenn ein TfP-Shooting (aus was für Gründen auch immer – manchmal hat das auch ganz banal zeitliche oder finanzielle Gründe) für mich nicht interessant ist, bleibt dir im Zweifel immer noch die Möglichkeit eines Pay-Shootings.

Punkt 2

Meine Fotos sind NICHT professionell! Und ich bin es auch nicht. Ich fotografiere jetzt seit gerade mal knapp drei Jahren (in meiner Freizeit), bin froh, die Kamera inzwischen einigermaßen im Griff zu haben und mache vieles aus reiner Intuition heraus. Ein Profi kann immer dasselbe Ergebnis reproduzieren, weil er genau weiß, was er da tut. Oder er hat ein Bild vor Augen und weiß genau, was er tun muss, um dieses Bild aufzunehmen. Ich kann das nicht bzw. benötige dazu zahlreiche Versuche. Kennt ihr den Spruch „Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit“? DAS bin ich! Klar habe ich inzwischen ansatzweise ein Auge für die Fotografie entwickelt, aber vom Begriff „Profi“ bin ich so weit entfernt wie der typische RTL2-Zuschauer vom Nobelpreis.

Punkt 3

Meine Internetseite ist erst recht nicht professionell! Das hier ist eine selbst zusammengezimmerte WordPress-Seite, wie es sie im Netz millionenfach gibt. Die kann wirklich jeder aufsetzen, der sich mal ’nen halben Tag lang damit beschäftigt (sonst könnte ich es ja auch nicht). Lasst euch bitte nicht davon täuschen, dass das hier einigermaßen schick aussieht – das sind fast alles Voreinstellungen der von mir ausgewählten Oberfläche, die ich einfach so übernommen habe. Professionell ist daran absolut gar nichts.

Lange Rede, kurzer Sinn: Falls dir meine Fotos gefallen und du Lust hast, mal mit mir zusammen loszuziehen, dann schreib mich einfach an. Ob TfP oder eher Pay für mich infrage kommt, sehen wir dann – und sooo unsympathisch, dass ich gar nicht mit dir shooten möchte, wirst du schon nicht sein. Oder? 😉

Sorry Jule, dass ich unser Shooting für diesen langen Text missbraucht habe, aber das musste einfach mal raus. Ich mach’s beim nächsten Shooting wieder gut! 😉

Hier nun endlich die Fotos: