Es war ein typischer Herbsttag in Norddeutschland. Grau in grau. Verdammt windig. Und verdammt kalt. Aber gut, dachten wir uns, wird schon gehen. Und so beschlossen Marie Luise und ich, trotz des ungemütlichen Wetters ein wenig am Strand spazieren zu gehen und dabei Fotos zu machen.

Noch auf dem Weg vom Parkplatz zum Strand verfluchten wir beide diese Entscheidung. Meine Fresse, war das am Wasser stürmisch und arschkalt. Zum Glück ist Marie Luise ein wenig verrückt. Verrückt im positiven Sinne, versteht sich. Einem unsicheren „Ist zwar echt kalt, aber ich versuch’s trotzdem mal ohne Jacke.“ folgten ein neugieriges „Ich gehe mal mit den Füßen ins Wasser, nur mal schauen, wie kalt das ist.“ und ein entschlossenes „Ist mir jetzt egal, wir sind am Strand, jetzt will ich auch Fotos im Wasser!“. Schwupps, lagen die Klamotten im Sand und Marie Luise war im kühlen Nass verschwunden.

Das sind die Momente, in denen ich mich als Fotograf einfach nur freue, draufhalte und mit genau den natürlichen Fotos belohnt werde, die ich so liebe – danke, Marie Luise!