10.2019 | Isabell

Gute Nachrichten für alle, die schon mal bei mir waren und seitdem verzweifelt auf das nächste Shooting warten (lacht nicht, solche soll es tatsächlich geben): Nachdem ich 2019 überwiegend neue Gesichter vor meiner Kamera begrüßt habe, werde ich mich 2020 bevorzugt den Menschen widmen, die ich bereits kenne. Um die Seiten kennenzulernen, die mir bislang verborgen geblieben sind – und diese dann hoffentlich auch zu zeigen. Denn eines ist ganz klar: Um einen Menschen wirklich kennenzulernen, reicht ein Shooting alleine nicht aus. Und je besser man sich kennt, umso ehrlicher werden in der Regel auch die Fotos.

Ein schönes Beispiel ist die wunderbare Isabell, die ich nun seit knapp zwei Jahren kenne und die im Oktober bereits zum fünften Mal vor meiner Kamera stand. Denn obwohl ich Isabell als generell sehr offene Person bezeichnen würde und wir direkt einen guten Draht zueinander hatten, so habe ich doch das Gefühl, sie mit jedem Shooting als Mensch ein kleines bisschen besser kennenzulernen, zu verstehen und folglich auch zu fotografieren. Und genau dieses Gefühl hätte ich künftig gerne auch bei anderen Shootings …

10.2019 | Alexandra

„Ich würde dich bitten, keine Bilder im Netz mehr zu veröffentlichen. Du verdirbst damit der Menschheit des Spaß an der Fotografie. Denn deine Bilder sind schrecklich…“

So schrieb es mir (inklusive des Fehlers) letzten Monat der liebe Stephan per Mail. Zuerst war ich überrascht, dann fühlte ich mich geehrt. Der gesamten Menschheit? Sollte ich inzwischen wirklich solch einen Einfluss haben? Kurze Zeit später wurde mir die damit einhergehende Verantwortung bewusst – und mir war plötzlich ganz mulmig zumute. Findet ihr mal heraus, dass ihr für die gesamte Menschheit verantwortlich seid! Diese schwere Last auf meinen schmalen Schultern …

Ich war schon kurz davor, meine Kameraausrüstung zu verkaufen, als mir plötzlich ein Text des großartigen Philosophen Michael Wendler im Kopf herumgeisterte, der mich daran erinnerte, was mir die Meinung von Stephan ist: egal!

Da unaufgeforderte Kritik und unangebrachte Kommentare im Netz inzwischen zum Alltag gehören, möchte ich mich diesem Thema aber auch noch kurz mit dem nötigen Ernst widmen. Denn auch wenn ich über die Stephans dieser Welt lachen kann, so gibt es unter uns Hobbyfotografen (und -modellen) bestimmt genug Menschen, die solch negative Nachrichten und Kommentare tatsächlich belasten. Und das muss nun wirklich nicht sein.

Im Grunde ist es ganz leicht, sich angemessen zu verhalten:

Du siehst Fotos, die dir nicht gefallen? Dann schaue sie dir nicht weiter an.

Wurde bei der Veröffentlichung von sich aus um Kritik gebeten, und nur dann, darfst du diese natürlich gerne äußern – aber bitte höflich und konstruktiv. Brennt dir etwas auf der Zunge, obwohl nicht um Kritik gebeten wurde, dann frag zuerst, ob Kritik erwünscht ist. Und wenn diese nicht erwünscht ist, dann respektiere dies auch!

Und nein, nur weil etwas öffentlich zu sehen ist, beinhaltet dies nicht den Wunsch nach Kritik. Auf der Straße sprichst du schließlich auch nicht wildfremde Menschen an, um ihnen unaufgefordert Tipps zu deren Kleidung zu geben. Also lass es einfach sein und beschäftige dich lieber mit Dingen, die dir gefallen.

Es sei denn, du bist einer jener Versager mit zu viel Zeit, deren erbärmliches Leben nur dann erträglich ist, wenn sie andere provozieren und beleidigen können. Dann mach ruhig weiter wie gehabt. Aber wundere dich bitte nicht, wenn die anderen Kinder im Sandkasten irgendwann nicht mehr mit dir spielen möchten.

So, und nun mache ich endlich das, was ich am besten kann und wofür ihr hier seid: schlechte Fotos zeigen und euch den Spaß an der Fotografie rauben. Im Oktober hatte ich das Glück, die bezaubernd-sarkastische Alexandra fotografieren zu dürfen. Alexandra ist nicht nur intelligent, witzig und attraktiv, sie kann auch noch hervorragend singen (falls ihr eine Hochzeitssängerin sucht: hier ist sie!) und extrem leckeren Brotaufstrich aus kinder Riegel machen. Da darf man auch als Fotograf durchaus ins Schwärmen geraten …

Ich hoffe, die Fotos gefallen euch. Und falls nicht: egal!

10.2019 | Eileen

Mittwochabend. 19:30 Uhr. Noch 45 Minuten bis zur neuen „Der Bachelor“-Folge. Noch 60 Minuten, bis ich auf der Couch einschlafe. Morgen werde ich den ganzen Tag beruflich in Hannover sein. Übermorgen (für euch heute) soll dieser Beitrag erscheinen. Und mir will seit zwei Tagen partout nichts einfallen, worüber ich schreiben kann. Weil hier einfach nichts passiert. Weil hier nie etwas passiert. Die rechte Hand tut mir jetzt weh. Du bist immer noch … oh, unpassender Liedtext. Diese verdammten Ohrwürmer aus der Jugend.

Da mir gerade nichts Sinnvolles einfällt, ich aber deswegen keinesfalls pausieren möchte, lasse ich euch nun direkt mit den Fotos der lieben Eileen allein, die im Oktober beim Spazierengehen am Strand in Heidkate entstanden sind. Einfach mal das gute Wetter und die schöne Natur genießen, ein wenig rumblödeln und nebenbei Fotos machen – jupp, das war definitiv ein Nachmittag genau nach meinem Geschmack!

10.2019 | Katrin

Heute wird mein Text erheblich kürzer ausfallen als die letzten Male. Nicht, weil die Faulheit endgültig gesiegt hat, sondern weil meine Heizung ausgefallen ist und es bei einer Raumtemperatur von 16,4 Grad Celsius einfach keine Freude ist, am Computer zu sitzen. Eigentlich mag ich ja kühle Temperaturen (sehr zum Leidwesen meiner Kolleginnen im Büro), aber hier ist tatsächlich der Punkt erreicht, an dem selbst ich einfach nur noch unter meine Decke möchte.

Als Katrin mich im Oktober besuchte, war es in meiner Wohnung glücklicherweise deutlich wärmer – und doch stand das Shooting auf wackeligen Beinen, da es Katrin an diesem Tag aus persönlichen Gründen nicht so gut ging. Was ich inzwischen jedoch gelernt habe: Gerade in solchen Momenten kann ein Shooting eine hilfreiche Ablenkung sein. Also redeten wir erst eine ganze Weile und legten dann trotz gedrückter Stimmung los. Zum Glück, denn sonst wären die folgenden Fotos nicht entstanden …

09.2019 | Kristin

Fällt euch etwas auf? Richtig! Bereits zum dritten Mal in Folge gibt’s an einem Freitag neue Fotos! In diesem Rhytmus Rythmus Turnus wird’s auch erst mal weitergehen, denn hier warten noch 10 unveröffentlichte Shootings darauf gezeigt zu werden – und im Februar, wenn ich alle Fotos aus 2019 fertig bearbeitet habe, geht’s auch endlich mit neuen Shootings weiter. Der Nachschub soll ja sichergestellt werden.

Apropos Bilder bearbeiten: Ende letzten Jahres habe ich mir einen neuen Computer gegönnt und kann euch sagen: Mit aktueller Hardware macht die Bildbearbeitung fast schon so etwas wie Spaß! Wobei sich die Bildbearbeitung bei mir ja eh auf das Nötigste beschränkt. Meistens kommt ausschließlich Lightroom zum Einsatz, in absoluten Ausnahmefällen auch mal Photoshop. Aber das kommt nur alle Jubeljahre mal vor, zum Beispiel dann, wenn irgendein störendes Objekt wegretuschiert werden muss, weil ich zu blöd war, direkt beim Fotografieren darauf zu achten. Kommt vor. Zum Glück aber nur äußerst selten.

Ich schweife ab. Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Dank des neuen Rechners benötigen das Erzeugen der Vorschauen und der abschließende Export nur noch einen Bruchteil der Zeit und Anpassungen im Bild, zum Beispiel bei der Arbeit mit dem Korrekturpinsel, werden ohne Gedenksekunden direkt angezeigt. Das ist schon ein echter Segen – und ich gebe zu: Ich hätte nicht gedacht, dass sich neue Hardware so stark bemerkbar macht. Sooo alt war mein bisheriges System schließlich auch noch nicht. Aber gut, mit dem Alter und der Leistung ist das so eine Sache. Von mir selbst denke ich auch oft, dass ich zum Beispiel beim Sport immer noch locker mit einem Zwanzigjährigen mithalten könnte …

Ich schweife schon wieder ab. Und bevor das hier eskaliert, zeige ich euch nun lieber ganz schnell die Fotos der lieben Kristin. Viel Spaß damit!