10.2018 | Isabell und Anne

Ein Mann mittleren Alters verschwindet mit zwei jungen, attraktiven Frauen in einem einsamen Wald. Wäre dies ein Horrorfilm, würde sich dieser Mann nun als gefährlicher Psychopath entpuppen und ein brutaler Kampf ums Überleben beginnen. Glücklicherweise leben wir in der Realität und bei dem Mann mittleren Alters handelte es sich um mich. Und auch wenn ich anscheinend ein wenig gaga auf andere Menschen wirke – Isabell wird mir bei unserem zweiten Shooting vermutlich nicht ohne Grund das Buch „Psychopathen: Was man von Heiligen, Anwälten und Serienmördern lernen kann“ empfohlen haben – so ging es mir doch tatsächlich nur darum, einen netten Nachmittag mit sympathischen Menschen zu verbringen und ein paar Fotos zu machen.

Und so sind dann die folgenden Fotos von Isabell und Anne entstanden. Nette Geschichte am Rande: Die beiden haben mir erzählt, dass sie sich zwar schon länger kennen, sich dann aber aus den Augen verloren hatten – und durch meine Fotos wieder in Kontakt gekommen sind. Mal unter uns: Es ist schon ein schönes Gefühl, wenn das, was man tut, sich positiv auf das Leben anderer Menschen auswirkt. 🙂

10.2018 | Lena

„Sei authentisch! Sei du selbst!“

Immer, wenn ich solche Phrasen höre oder lese, denke ich „Ein guter Tipp – aber nur für diejenigen, die entweder ein extrem dickes Fell haben oder so glattgebügelt sind, dass sie nirgends anecken.“.

Ich verrate euch jetzt was: Ich verstelle mich. Na gut, verstellen ist vielleicht zu viel des Guten. Sagen wir lieber, ich halte mich zurück. Täglich. Im Büro. Im Alltag. Und ja, auch während meiner Shootings. Nicht etwa, weil ich ein Psychopath mit zwei Gesichtern bin, sondern weil ich einen sehr speziellen, trockenen, tiefschwarzen und teils auch obszönen Humor habe, von dem ich weiß, dass viele Menschen damit nicht umzugehen wissen. Witzigerweise selbst dann nicht, wenn ich ihn gegen mich selbst richte. Also verzichte ich auf zahlreiche Sprüche, die mir so durch den Kopf schießen – schließlich möchte ich ja nicht auch noch die letzten Menschen vergraulen, die sich meiner erbarmen.

Umso mehr freue ich mich, wenn ich ab und an mal einen Menschen kennenlerne, bei dem ich all meine Gedanken (mehr oder weniger) ungefiltert rauslassen darf. Die nette *hüstel* Lena, die ich im Oktober in Hamburg fotografieren durfte, ist solch ein Mensch. Lena ist Schauspielerin (konnte aber dennoch nichts mit meinem USCSS-Nostromo-Shirt anfangen, was ich ihr vermutlich bis ans Lebensende vorwerfen werde), Synchronsprecherin und in ihrem Humor dem meinen nicht unähnlich, was ich jetzt aber, auch aus Jugendschutzgründen, auf gar keinen Fall vertiefen möchte.

Wir haben viel geschnackt, gelacht und nebenbei selbstverständlich auch das eine oder andere Foto gemacht. Euch nun viel Spaß mit eben diesen Fotos – und dir Lena noch mal danke für den witzigen Nachmittag! Und dafür, dass ich einfach mal ich selbst sein durfte!

Ach, und falls jetzt jemand denken sollte „Mensch, zuzugeben, dass man sich so oft zusammenreißt, ob das so clever ist?“: Nein, das ist es nicht. Aber nicht clever zu sein, ist, zumindest in meinem Fall, … authentisch.

10.2018 | Anna-Lena

Der von mir sehr geschätzte Fotograf Andreas Jorns sagte mal, dass es einfacher sei, ein Model zu finden, das sich für Fotos auszieht, als eines, das sich ungeschminkt fotografieren lässt. Und da ist vermutlich etwas Wahres dran.

Dementsprechend bin ich sehr dankbar, dass Anna-Lena sich genau dazu bereit erklärt hat: sich ungeschminkt von mir fotografieren zu lassen. Und das liegt keinesfalls daran, dass Anna-Lena nicht in der Lage wäre sich zu schminken. Ganz im Gegenteil, Anna-Lena beherrscht sogar die Kunst des Bodypainting. Wer sich davon überzeugen möchte, darf gerne mal auf ihrer Seite Stachellyart vorbeischauen.

Umso mehr freue ich mich, dass Anna-Lena auf wirklich jegliches Make-up verzichtet hat – und mich mit den folgenden Fotos in meiner Meinung bestärkt, dass Natürlichkeit immer noch die schönste Form von Schönheit ist!

10.2018 | Tabea

Wie ich bereits im letzten Beitrag schrieb (und was mir irgendwie nur die Wenigsten glauben – da kann man mal sehen, wie gut ich das überspielen kann), bin ich jemand, der eher zurückhaltend ist. Und auch wenn ich mich wiederhole: Insbesondere bezogen auf die Fotografie ist diese Eigenschaft vieles, aber garantiert nicht hilfreich. So interessiere ich mich zum Beispiel von Beginn an für Sensual Portraits (ich nutze diesen Begriff einfach mal für Porträts, bei denen das Model weniger Kleidung trägt als üblich) und Aktfotografie, traue mich aber nur in den seltensten Fällen, auch mal aktiv ein Model zu fragen, ob auch sie darauf Lust hat. Nicht nur, weil mir in diesen beiden Bereichen bislang definitiv noch Erfahrung fehlt und mir klar ist, dass es unheimlich schwierig ist, ansprechende (also nicht billig wirkende) Fotos anzufertigen, sondern auch, weil ich Bedenken habe, dass dieser Vorschlag falsch aufgefasst werden könnte. Dämlich, ich weiß. Aber hey, so bin ich nun mal.

Bei Tabea habe ich mich endlich mal wieder getraut – und zu meiner großen Freude hatte sie tatsächlich Lust, mir als Versuchskaninchen für Sensual Portraits zur Verfügung zu stehen. Und so sind die folgenden Fotos entstanden, von denen ich hoffe, dass sie euch so gut gefallen wie Tabea und mir. 🙂

09.2018 | Alisha

2017 buchte Alisha ein Shooting bei mir. Ich erinnere mich noch, dass ich sie damals sah und mir ca. 1 1/2 Sekunden später klar war, dass ich sie irgendwann noch mal fotografieren wollen würde. Dieses Gefühl sollte sich in den folgenden Stunden, während wir fotografierten, quatschten und Alisha mir den einen oder anderen Schwank aus ihrem Leben erzählte (und mir dadurch einiges über ihren Charakter verriet), dann noch verstärken.

Nun bin ich (je nach Sichtweise leider oder glücklicherweise) eher zurückhaltend und niemand, der sich anderen Menschen „aufdrängt“. Eine Charaktereigenschaft, die für jemanden, der gerne Menschen fotografiert, durchaus ein bisschen kontraproduktiv ist – aber das ist mal wieder eine ganz andere Geschichte. Zum Glück musste ich mir diesbezüglich bei Alisha keine Gedanken machen, denn sie brachte sich von sich aus wieder ins Spiel. Und so trafen wir uns auf den Tag genau 11 Monate nach dem ersten Shooting erneut, machten erst ein paar Aufnahmen bei mir zu Hause und fuhren danach an den Falckensteiner Strand.

Wie immer hoffe ich, dass euch die Fotos gefallen. Und dass es irgendwann zu einem dritten Shooting mit Alisha kommen wird. Die Chancen stehen zum Glück nicht schlecht … 😉

09.2018 | Isabell

Meine Fensterbank ist ein echter Womanizer – früher oder später kriegt sie sie alle! Wobei auch sie selbstverständlich Vorlieben hat. Zum Beispiel für Frauen mit Kniestrümpfen und einem Schlabberpulli, der sich an den Schultern runterziehen lässt. Wenn dann auch noch ihr Freund das Licht perfekt mitspielt, sich von seiner sanften Seite zeigt und unaufdringlich auf der Haut der Frau verweilt, ist meine Fensterbank wunschlos glücklich. Und ist meine Fensterbank glücklich, bin auch ich glücklich.

So war es dann auch im September, als Isabell und ich eigentlich ganz andere Fotos auf dem Plan hatten, das Licht für diese aber leider (oder glücklicherweise, je nach Sichtweise) nicht ausreichte. Also entschieden wir uns spontan für Fotos auf der Fensterbank. Und vor meinem Papierhintergrund. Die beiden gibt es grundsätzlich nur im Doppelpack.

Kleiner Fun Fact am Rande: In der Stunde vor dem Shooting, in der Isabell und ich erst noch ein wenig über Gott und die Welt quatschten, trug ich eine Damenstrumpfhose. Aber das, liebe Leser, ist eine andere Geschichte … 😉

09.2018 | Anita

Sturmböen. Regenschauer. Jupp, der Sommer ist definitiv vorbei.

So dachte ich zumindest im September, als mich Anita für ein spätsommerliches bzw. frühherbstliches Outdoor-Shooting besuchen wollte, uns aber der erste Herbststurm des Jahres einen Strich durch die Rechnung machte. Dass wir danach Anfang Oktober noch mal um die 30 Grad erreichen sollten, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nun wirklich nicht ahnen.

Da ein Verschieben des Shootings auf einen Termin irgendwann in 2019 hinausgelaufen wäre, beschlossen wir, es stattdessen bei mir zu Hause zu versuchen – was mir ehrlich gesagt sehr gelegen kam, da meine Fensterbank eh mal wieder abgestaubt werden musste. Und wozu selbst putzen, wenn ich auch ein Model auf die Fensterbank setzen und hin und her dirigieren kann, bis sie wieder sauber ist? 😉

So entstanden dann die folgenden Fotos, während sich draußen seltene Sonnenstrahlen und stürmischer Weltuntergang abwechselten. Aufgrund des spärlichen Lichts zum Teil etwas düsterer als sonst – und nach meinem Dafürhalten gerade dadurch sehr atmosphärisch. Genau diese Abwechslung liebe ich so an der Arbeit mit Available Light.

Hmm, ich schaue gerade aus dem Fenster: Sturmböen. Regenschauer. Jupp, der Sommer ist definitiv vorbei.

09.2018 | Hannah

Ich. Habe. Urlaub. Und das bedeutet, dass ich in den nächsten Tagen endlich dazu kommen werde, die in den letzten Wochen entstandenen Fotos zu bearbeiten und zu veröffentlichen. Yipeah!

Los geht’s heute mit Hannah, mit der ich im September hier in Kiel den Bereich rund um die Hörn unsicher gemacht habe. Das wirklich Praktische an der Hörn ist, dass sich selbst an Tagen mit strahlendem Sonnenschein ein oder zwei Ecken finden lassen, die genug Schatten bieten, um brauchbare Fotos zu machen. Ich weiß, ich weiß: Ein guter Fotograf kriegt auch in praller Sonne schöne Porträts hin. Bla bla bla. Zum Glück würde ich von mir nie behaupten, ein guter Fotograf zu sein – also darf ich auch weiterhin in den Schatten flüchten, wenn ich in der Sonne versage. ;P

Ich hoffe, die Fotos gefallen euch so gut wie Hannah und mir. Und falls nicht … auch egal. 😀

09.2018 | Stephanie

Nachdem wir bereits mehrfach etwas geplant hatten, die Termine aber aus diversen Gründen immer wieder verschoben werden mussten, durfte ich im September endlich Stephanie vor meiner Kamera begrüßen. Da das Wetter sich mal wieder von seiner unberechenbaren Seite zeigte, wollten wir auf Nummer sicher gehen und zum Kennenlernen und Beschnuppern ein paar Fotos in den Gewächshäusern des Botanischen Gartens machen. Ein guter Plan, denn bereits auf dem Weg dorthin geriet ich in einen Schauer, dem auch mein Regenschirm nichts entgegensetzen konnte. Mit klitschnasser Hose und einer nassen linken Körperhälfte (mein Schirm ist einfach zu klein für meine breiten Schultern :D) kam ich am Botanischen Garten an, nur um dann gemeinsam mit Stephanie festzustellen, dass dort eine Orchideen-Ausstellung stattfand. Dumm gelaufen. Also trieben wir uns stattdessen doch ein wenig im Außengelände rum, während uns das Wetter abwechselnd mit Regen und praller Sonne ärgerte.

Aber hey, wie sag ich immer so schön: Hauptsache man hat Spaß – und den hatten wir. Und das eine oder andere Foto ist trotz der widrigen Umstände natürlich auch entstanden … 😉

09.2018 | Hochzeit von Madeleine und Paul

Ich sage es offen und ehrlich, so wie ihr mich kennt: Die Hochzeit von Madeleine und Paul hat mich meine letzten noch blonden Haare gekostet – nun sind wirklich ausnahmslos alle weiß!

Nicht etwa, weil die beiden anstrengend gewesen wären. Ganz im Gegenteil, Madeleine und Paul waren (oder wirkten zumindest ;P ) komplett tiefenentspannt und waren genau so witzig und locker drauf, wie ich sie auch beim Vorgespräch kennengelernt hatte. Ein rundum sympathisches Paar mit einer ebenso sympathischen Familie und äußerst sympathischen Freunden (ich bitte, die inflationäre Nutzung des Wortes „sympathisch“ zu entschuldigen), mit dem es mir unheimlich viel Spaß gemacht hat, den Tag gemeinsam verbringen zu dürfen.

Es lag auch nicht an der Örtlichkeit, denn das Herrenhaus Borghorst gehört mit seiner tollen Innenausstattung und dem umliegenden Park definitiv zu den schönsten Locations, in denen bzw. rund um die ich bislang fotografieren durfte.

Und es lag auch nicht am Wetter, denn obwohl es vormittags noch regnete, zeigte es sich später mit leicht bewölktem Himmel und nur einer Handvoll Tropfen von seiner gutmütigen, norddeutschen Seite.

Nein, es lag an meiner Kamera. Diese zeigte urplötzlich ein rotes Lämpchen an (ohoh) und verweigerte daraufhin komplett ihren Dienst. Glücklicherweise bin ich bei Hochzeiten stets mit zwei Kameras unterwegs, so dass ich mit der Technik zwar etwas improvisieren musste, aber dennoch weiterhin fotografieren konnte. In einer ruhigen Minute schaute ich mir die Kamera dann genauer an und, zweiter Schockmoment, stellte einen Speicherkartenfehler fest. Den Rest des Tages war ich gedanklich dann damit beschäftigt, zu hoffen, dass die Fotos auf der Speicherkarte überlebt hatten. Zwar nutze ich zur Sicherheit eh zwei Speicherkarten pro Kamera, so dass eigentlich nichts passieren kann, aber da ich so eine Situation noch nie hatte, war mir schon „ein wenig“ mulmig zumute.

Zu Hause kam dann der Moment der Erlösung: Auf Speicherkarte A fehlten tatsächlich ein paar Fotos, Speicherkarte B jedoch enthielt alle und komplett ohne Fehler. Puh …

Klar könnte ich jetzt meinen letzten blonden Haaren nachweinen, aber ehrlich gesagt bin ich einfach nur froh, dass letztlich doch alles geklappt hat. Und mal unter uns: Wer braucht schon farbige Haare, wenn er schöne Fotos und ein zufriedenes Brautpaar haben kann? 😉

Netterweise haben auch Madeleine und Paul mir erlaubt, euch ein paar Fotos ihrer Hochzeit zu zeigen. Danke dafür – und dafür, dass ich euch an eurem Tag begleiten durfte! Alles Gute für eure gemeinsame Zukunft! 🙂