06.2019 | Ines

Der Sommer ist zurück – was mich daran erinnert, dass ich euch noch ein paar Fotos von Ines schuldig bin. Diese sind nämlich am Strand entstanden. Und das bereits Mitte Juni. Da könnt ihr mal sehen, wie gelassen ich inzwischen bin, was das Veröffentlichen neuer Fotos angeht.

Während mich das aktuelle Strandwetter an dieses Shooting erinnert, erinnert mich dieses Shooting wiederum daran, dass ich viel zu selten am Kieler Ostufer unterwegs bin. Laboe. Stein. Heidkate. Alles wunderschöne Orte, an denen ich leider so gut wie nie fotografiere. Nicht zuletzt, weil ich kein Auto besitze. Ich glaube, ich muss bei Instagram mal ganz uneigennützig fragen, ob die eine oder andere Frau vielleicht Lust auf schöne Porträts im Sonnenuntergang hätte und bereit wäre, mich hierfür einzusammeln und dorthin mitzunehmen …

Nun aber erst mal viel Spaß mit den folgenden Fotos von Ines. Diese sind zwar nicht im Sonnenuntergang entstanden, aber wer weiß: Vielleicht bekomme ich sie ja überredet, noch mal mit mir dorthin zu fahren. 😉

06.2019 | Lena

Es ist Freitag. Ich bin frustriert. In einer Instagram-Story lasse ich meinem Ärger freien Lauf. Darüber, dass mein für Samstag geplantes Shooting in Hamburg ausfällt, weil das Modell sich einfach nicht mehr meldet. Darüber, dass Zuverlässigkeit immer mehr aus der Mode zu kommen scheint. Darüber, dass es manchmal sehr frustrierend ist, mit Men… ach, egal. Darum soll es heute gar nicht gehen.

Heute soll es um einen Tag mit Lena gehen, die sich aufgrund meines Gejammers bei mir meldete und mir zu meiner großen Freude anbot, spontan einzuspringen. Tag gerettet! Und so ging es an einem herrlichen Sommer-Samstag dann doch noch nach Hamburg. Unser erster Abstecher führte uns zur Alten Harburger Elbbrücke, wo ich jedoch einmal mehr feststellen durfte, dass pralle Sonne für Fotos eher suboptimal ist. Als Lena hörte, dass ich noch nie den Alten Elbtunnel gesehen hatte, stand auch schon direkt unser zweites Ziel fest. Fürs Fotografieren war es zwar definitiv zu voll, aber einen Spaziergang durch den Tunnel hin und zurück ließen wir uns dennoch nicht nehmen. Inzwischen setzte der Hunger bei uns ein, also beschlossen wir, diesen bei einem Mexikaner zu stillen. Und während wir so dasaßen, aßen und uns unterhielten, stellten wir fest, dass dies zwar der perfekte Tag für Spaziergänge und gute Gespräche war, sich aber irgendwie keine richtige Shooting-Stimmung einstellen wollte. Also beschlossen wir, ohne schlechtes Gewissen, es an diesem Tag dabei auch zu belassen.

Was ich euch mit dieser kleinen Geschichte eigentlich sagen möchte: Versucht nicht, auf Teufel komm raus Fotos zu machen. Wenn es sich so ergibt, ist es auch mal völlig in Ordnung, den Tag mit einem netten Menschen einfach nur zu genießen – insbesondere dann, wenn die Fotografie für euch „nur“ ein Hobby ist und kein Auftrag dahinter steht. Fotos könnt ihr auch noch an einem anderen Tag machen. Ohne Druck. Ohne Zwang.

Na gut, um ehrlich zu sein, sind an diesem Tag dennoch eine Handvoll Fotos entstanden. Diese würde ich aber weniger als Ergebnisse eines Shootings, sondern vielmehr als Schnappschüsse eines gelungenen Tages in netter Gesellschaft bezeichnen. Danke noch mal, liebe Lena!

In diesem Sinne: Bleibt entspannt – und setzt euch nicht zu sehr selbst unter Druck!

06.2019 | Christoph

Ich werde immer mal wieder gefragt, wieso ich eigentlich größtenteils Frauen und so gut wie nie Männer fotografiere. Von Frauen oft aus echtem Interesse, von Männern meist in Verbindung mit einem entsprechenden Grinsen.

Nun möchte ich nicht leugnen, dass ich mich zu Frauen deutlich stärker hingezogen fühle als zu Männern (zurückhaltend formuliert), doch für die Fotografie tut das absolut nichts zur Sache. Wohl aber, dass ich mich mit Frauen schon immer besser verstanden habe als mit Männern. Ich schaue keinen Fußball (nein, auch nicht zur WM), trinke kein Bier (bzw. überhaupt Alkohol), interessiere mich nicht für Autos, bin handwerklich total unbegabt – und wenn in geselligen Runden über entsprechende Themen gesprochen wird, schalte ich geistig schneller ab, als ihr „Du bist ja gar kein richtiger Mann!“ sagen könnt. Dementsprechend habe ich mich in Gesellschaft von Frauen schon immer deutlich wohler gefühlt und Gespräche mit ihnen als für mich bereichernder empfunden. Dass ich mich nun auch fotografisch grundsätzlich lieber mit Frauen als mit Männern beschäftige, ist da nur die logische Konsequenz.

Hinzu kommt, dass schlicht und einfach deutlich mehr Frauen bei mir anfragen als Männer. Und dass Männer – wenn ich denn mal von mir aus einen entdecke, den ich gerne fotografieren würde – deutlich schwerer von einem Shooting zu überzeugen sind als Frauen. Sag einer Frau, dass sie ein interessantes Gesicht hat und du sie gerne fotografieren würdest, und sie fühlt sich geschmeichelt. Sag dasselbe einem Mann und du erntest ein skeptisches Stirnrunzeln.

Das Schöne aber ist: Wenn es sich ergibt, dann mache ich es selbstverständlich auch mit Männern!* So wie mit Christoph, der laut eigener Aussage eine ausgewachsene Kameraphobie hat. Dass er sich dennoch vor meine Kamera getraut hat, verdanke ich der Hochzeit von Julia und Paddy, auf der Christoph mich in Aktion erlebte und feststellte, dass es beim Fotos machen durchaus auch locker zugehen kann. Also schrieb er mich kurze Zeit später an – und viele Monate später sind dann im Juni unter anderem die folgenden Fotos entstanden.

P.S.: Bei allem, was ich hier über Männer und Frauen gesagt habe, gilt selbstverständlich: Ausnahmen bestätigen die Regel! 😉

*Hätte ich diesen Satz nicht irgendwie eingebaut, wäre Christoph sehr traurig gewesen …

06.2019 | Jennifer

„Bleibt’s bei 16:30 Uhr oder wirst du früher hier sein?“
„Ca. 10 Minuten früher, falls das passt.“
„Klar – je früher, desto besser.“

15:15 Uhr. Es klingt an der Tür.

„Na, das ist jetzt aber deutlich früher.“
„Ach, die fünf Minuten …“
„Wir waren für 16:30 Uhr verabredet.“
„Wieso, wie spät ist es denn?“
„15:15 Uhr.“
„Oh …“

Es gibt Menschen, die auf eine unzuverlässige Art verpeilt sind. Das sind die Menschen, die mich regelmäßig in den Wahnsinn treiben. Und es gibt Menschen, die auf eine sympathische Art verpeilt sind. Das sind die Menschen, die ich am liebsten knuddeln würde. Jennifer gehört definitiv in die zweite Kategorie – und kann sich nach dieser Aktion glücklich schätzen, dass ich mich beim Knuddeln sympathisch verpeilter Personen auf Menschen außerhalb der Fotografie beschränke. Dieser herrliche Blick, als ihr klar wurde, wie spät bzw. früh es ist – ich hätte ein Foto davon schießen sollen! 😀

Habe ich aber leider nicht, weswegen ich euch „nur“ die Fotos zeigen kann, die nach unserem ausführlichen Kennenlerngespräch entstanden sind. Und auch wenn ich so langsam wie eine alte Schallplatte klinge: Ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig es mir ist, die Person vor der Kamera auch ein wenig kennenzulernen. Zum einen, weil ich neugierig bin und einfach wissen möchte, wen genau ich da gleich fotografiere. Und zum anderen, weil ich davon überzeugt bin, dass Fotos einfach besser (oder sagen wir natürlicher) werden, wenn man auf einer gewissen persönlichen Ebene unterwegs ist.

So, genug palavert. Hier nun endlich das, weswegen ihr eigentlich hier seid …

06.2019 | Sveas Junggesellinnenabschied

Die liebe Svea gehörte „damals“ zu den ersten Frauen, die mich nicht kannten und sich trotz meiner nicht vorhandenen Erfahrung vor meine Kamera trauten. Drei Jahre ist dies nun her – und auch wenn wir es 2018 leider nicht geschafft haben, miteinander Fotos zu machen, so haben wir doch glücklicherweise nie den Kontakt zueinander verloren. Und so freute ich mich sehr, als Svea mir im Januar erzählte, dass ihr Freund Stephen und sie nun offiziell verlobt seien – und mich fragte, ob ich Lust hätte, ihre Hochzeit zu begleiten.

Witzigerweise durfte ich bereits letztes Jahr auch Anne kennenlernen – die, klein wie die Welt nun mal ist, Svea im August als Trauzeugin zur Seite stehen darf. Und die mich fragte, ob ich Lust hätte, auch Sveas Junggeselinnenabschied ein Stück weit zu begleiten. Als Fotograf, nicht als Stripper. Nur, dass hier keine Missverständnisse entstehen.

Da Svea mit einem Flowercrown Workshop von Sina Reebschläger überrascht werden sollte, überlegten Anne und ich uns, dass es schön wäre, nicht nur die typischen Mädelsfotos zu machen, sondern auch diesen Workshop fotografisch festzuhalten. So was hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt zwar noch nie gemacht, aber hey, wenn ich das Gefühl habe, etwas könnte gut funktionieren, bin ich ja immer offen für Neues. Zumal ich von Natur aus gut darin bin, bei Gruppenveranstaltungen unbeteiligt daneben zu stehen und Menschen zu beobachten. 😉

Und so sind dann unter anderem die folgenden Fotos entstanden. Vielen Dank noch mal an alle Beteiligten, dass ich diese hier auch zeigen darf – ich freue mich schon darauf, euch auf Sveas und Stephens Hochzeit wiederzusehen!