In eigener Sache: kleine Homepage-Änderungen bei Porträts und Hochzeiten

Da meine Homepage durch die zahlreichen Bilder zuletzt immer langsamer wurde, habe ich den Porträtbereich ein wenig überarbeitet: Künftig findet ihr dort nicht mehr sämtliche Shootings, sondern eine thematisch sortierte Auswahl. Neben dem deutlich schnelleren Seitenaufbau hat dies den Vorteil, dass Besucher schneller erkennen können, was ich so fotografiere. 🙂

Damit meine Homepage optisch stimmig bleibt, werde ich mich im Hochzeitsbereich künftig auf vier Serien als Beispiele beschränken.

Die kompletten Shootings findet ihr weiterhin hier im Blog. Dort habe ich zur besseren Orientierung Kategorien, ein Archiv und eine Suche integriert.

Ich hoffe, die Änderungen sind einigermaßen nachvollziehbar. 🙂

03.2019 | Anna-Lena

So, nun wird’s aber auch wirklich mal Zeit für ein paar neue Bilder hier im Blog: Inzwischen sind wir im Mai angekommen – und ich habe noch nicht mal alle Fotos aus dem März veröffentlicht. Das kann so nicht weitergehen!

Die arme Anna-Lena muss ja schon denken, dass mir unsere Fotos nicht gefallen – was natürlich absolut nicht der Fall ist. Insbesondere, da Anna-Lena auf vielen unserer Fotos diese gewisse melancholische Ausstrahlung hat, die ich so interessant finde. Denn auch wenn ich zu den wenigen Fotografen gehöre, die Fotos von (natürlich) lachenden Menschen tatsächlich mögen: Noch mehr mag ich Fotos, bei denen ich als Betrachter ein wenig darüber nachdenken muss, was in der abgebildeten Person wohl gerade vor sich gehen mag.

In diesem Sinne: Viel Spaß mit den Fotos!

03.2019 | Pia

Vor kurzem wurde ich gefragt, was junge Frauen dazu bewegt, sich für ein Shooting auszuziehen. Nun, diese Frage kann ich euch nicht beantworten. Ich kann euch aber verraten, was mich an Sensual-Nude-Shootings reizt.

Der erste Grund ist die Reduzierung auf das Wesentliche – also letztlich derselbe Grund, wieso ich Schwarz-Weiß-Fotos bevorzuge. „Wenn du Menschen in Farbe fotografierst, fotografierst du ihre Kleidung. Aber wenn du Menschen in Schwarz-Weiß fotografierst, fotografierst du ihre Seelen.“ hat Ted Grant einst gesagt. Und ich glaube, dass da etwas Wahres dran ist. Zumindest glaube ich, um es weniger esoterisch zu formulieren, dass Farbe vom eigentlichen Motiv, dem Menschen, ablenkt. Meistens. Nicht immer. Deswegen zeige ich meine Fotos grundsätzlich lieber in Schwarz-Weiß.

Der nächste logische Schritt ist damit zwangsläufig, nicht nur auf Farbe, sondern auch auf Kleidung zu verzichten. Und dadurch noch mehr vom Menschen offenzulegen. Nicht nur äußerlich, sondern idealerweise auch vom Wesen des Menschen.

Dies kann jedoch nur unter einer ganz bestimmten Voraussetzung gelingen – und damit bin ich beim zweiten Punkt angekommen, der mich an Sensual Nude reizt: Ich liebe die Herausforderung, trotz dieser nicht alltäglichen Situation vor und während des Shootings eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, so dass die fehlende Kleidung irgendwann keine Rolle mehr spielt.

Für (semi)pro­fes­si­o­nelle Models ist das alles natürlich kein großes Ding. Da ich aber üblicherweise eher selten bis nie Profis bei mir habe, ist solch ein Shooting für die Person vor der Kamera gleich zweifach ungewohnt. Fühlt das Model sich trotz dieser ungewohnten Situation so wohl, dass es dennoch aus sich herauskommt und am Ende meine typischen „Schnappschüsse“ entstehen, habe ich mein Ziel erreicht.

Bei Pia, die ich im März fotografieren durfte, ist mir dies glaube ich ganz gut gelungen. Zu Beginn wirkte sie auf mich durchaus ein wenig unsicher – zumindest ließ der noch vor meiner Wohnungstür gefallene Satz „Es ist schon ein komisches Gefühl, zu einem fremden Mann in die Wohnung zu gehen und zu wissen, dass man sich gleich ausziehen wird.“ darauf schließen. 😉 Manchmal frage ich mich ja schon, was meine Nachbarn über mich denken. Aber das ist ein anderes Thema. Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Von der anfänglichen Unsicherheit war während des Shootings nicht mehr viel zu spüren. Was ihr den Fotos hoffentlich auch anseht. Wir haben geblödelt. Wir haben gelacht. Wir haben aber auch über ernste Themen gesprochen. Und so sind schlussendlich die folgenden Fotos entstanden.

Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch danke zu sagen, Und zwar dir, liebe Pia. Für dein Vertrauen, den super spaßigen Tag und nicht zuletzt dafür, dass ich unsere Fotos hier zeigen darf! Wir sehen uns definitiv wieder – und ja, das ist eine Drohung … 😉

Vom Start weg ausverkauft: mein erster Bildband „Expectation“

Das nenne ich mal eine gelungene Premiere: Mein erster Bildband „Expectation“ ist direkt nach dem Druck bereits komplett ausverkauft! Okay, fairerweise sollte ich dazu sagen, dass es von dem Bildband nur ein einziges Exemplar gibt, welches ich für mich selbst habe drucken lassen – aber hey: ausverkauft!

Gut, lasst mich kurz ernst werden (übrigens ein sehr schönes Beispiel dafür, wie wichtig Groß- und Kleinschreibung ist – Ernst versteht, was ich meine): Ich spielte schon lange mit dem Gedanken, meine mir wichtigsten Fotos der letzten Jahre in geeigneter Form auf Papier zu bringen. Zwar drucke ich mir viele Fotos mit entsprechenden Fotodruckern schon jetzt selbst aus, doch ist ein Bildband schon noch mal eine Ecke schicker als ein Kühlschrank oder eine Pinnwand voller Fotos. Und lässt sich außerdem bei Bedarf deutlich komfortabler transportieren.

Wie es der Zufall wollte, wurde mir Anfang März eine Anzeige von Saal Digital in meinen Instagram-Feed gespült. Saal Digital sucht regelmäßig nach Produkttestern – und dieses Mal praktischerweise für ihre Fotobücher. Also habe ich spontan eine Bewerbung ausgefüllt und durfte mich kurze Zeit später über einen 40-Euro-Gutschein freuen. Ein Gutschein, der übrigens nur an eine einzige Bedingungen geknüpft war, nämlich dass ich über meine Erfahrungen mit Saal Digital und dem Produkt berichte. Was ich hier im Blog ohnehin getan hätte. Ob dieser Text dadurch jetzt Werbung darstellt oder nicht, dürft ihr gerne selbst entscheiden.

Zurück zum Bildband. Wie die meisten von euch wissen, mag ich insbesondere die Bildsprache von Andreas Jorns unheimlich gerne und besitze so ziemlich alle seine Werke. Lediglich sein erster Bildband „[UN]INVITED“ fehlt mir noch in meiner Sammlung – falls den irgendwer zu Hause rumliegen hat und nicht mehr benötigt … verdammt, ich schweife ab. Worauf ich eigentlich hinaus wollte, war, dass Andreas‘ Publikationen mich durchaus geprägt haben. Da ich selbst von der Gestaltung eines Bildbandes keine Ahnung habe, habe ich mir dessen Werke daher ein wenig zum Vorbild genommen – gewisse Ähnlichkeiten im Aufbau lassen sich also nicht leugnen. Aber irgendwie musste ich ja anfangen und das Rad kann schließlich auch nicht ständig neu erfunden werden.

Viel wichtiger als die Anordnung war mir ohnehin die Bildauswahl. Und ich kann euch verraten: Es fiel mir definitiv nicht leicht, mich zu entscheiden. Letztlich haben es 19 Frauen in meinen Bildband geschafft. 19 Frauen, die mich in besonderer Art und Weise fotografisch und/oder menschlich inspiriert und einen großen Teil zu meiner persönlichen Entwicklung beigetragen haben. 19 Frauen, denen ich unendlich dankbar dafür bin, dass ich für ein paar Stunden ein Teil ihres Lebens sein durfte (und es zum Teil auch heute noch bin).

Da ich nicht die Zeit hatte, mich in eine entsprechende Profisoftware einzuarbeiten, habe ich für die Gestaltung des Bildbandes den Designer von Saal Digital genutzt. Die Software ist auf den typischen Endanwender hin ausgerichtet, bietet Cliparts, diverse Hintergründe und zahlreiche vorgefertigte Layouts – auf die ich allesamt weitestgehend verzichtet und die Bilder lieber manuell angeordnet habe. Da mir ein Vergleich zu anderen Programmen fehlt, kann ich zu der Software nur sagen, dass ich gut damit zurecht gekommen bin (teilweise habe ich sogar zu kompliziert gedacht). Gut gefallen hat mir, dass bei jeder neu hinzugefügten Seite auch direkt der Preis aktualisiert wurde – so wusste ich jederzeit, wie sehr mein Konto demnächst bluten wird.

Wer schon mal einen Bildband in entsprechender Größe und kleiner Auflage hat drucken lassen, weiß, wie viel Geld so etwas kosten kann. Ich vermeide hierbei absichtlich das Wort „teuer“, denn meiner Meinung nach ist so ein Bildband, insbesondere mit den eigenen Fotos, das Geld mehr als wert. Da ich mich später nicht ärgern wollte (und so etwas ja auch nicht häufig mache), bin ich bei „Expectation“ direkt in die Vollen gegangen: maximale Größe des gewünschten Formates (28 x 28), maximale Seitenzahl (160) und ein matter HighEnd-Druck – am Ende standen 176,20 Euro auf meiner Rechnung. Na gut, 136,20 Euro. Ich hatte ja noch den Gutschein.

Das Geld war aber sofort vergessen, als ich den Bildband dann zum ersten Mal vor mir liegen sah. Und jetzt muss ich Saal Digital wirklich mal loben: Ich habe den fertig gestalteten Bildband am Mittwoch, den 13.3. kurz vor 19 Uhr hochgeladen, bereits am Freitag, den 15.3. hielt ich ihn in meinen Händen. DAS ist definitiv mal schnell!

Auch mit der Druckqualität des Bildbandes bin ich definitiv zufrieden. „Expectation“ besteht, vom Cover abgesehen, ausschließlich aus Schwarzweißbildern, die allesamt so aussehen, wie ich es erhofft habe. Meine Befürchtung, die dunklen Stellen könnten beim Druck „absaufen“, war zum Glück unbegründet. Insofern ist alles im grünen Bereich – mit einer Ausnahme: Wird der Bildband auf dem Tisch liegend wieder zugeklappt, kommt es vor, dass das Cover nicht korrekt umklappt und verzieht (was sich dann natürlich durch beherztes Drücken korrigieren lässt). Ob dies schlicht an der hohen Anzahl der Seiten in Kombination mit der Lay-Flat-Bindung liegt – ich weiß es nicht. Beim ersten Mal war ich auf jeden Fall sehr erschrocken. Inzwischen bin ich entspannter und hoffe einfach mal, dass sich dies nicht auf die Haltbarkeit auswirkt …

Eine kleine Anekdote zum Titel „Expectation“ (was übersetzt so viel wie Erwartung bzw. Erwartungshaltung heißt): Oberflächlich betrachtet ließe sich der Titel darauf beschränken, dass das glänzende Cover sowohl vorne als auch hinten ein Farbfoto zeigt, ich im Bildband selbst jedoch mattes Papier verwendet habe und ausschließlich Schwarzweißfotos zeige. Man könnte also annehmen, dass es mir bei dem Titel nur um die Erwartungshaltung des Betrachters ging. So meinte dann auch eines meiner Models zu mir, dass sie von dem Titel irgendwie mehr erwartet (haha) hatte. Ironischerweise hat eben dieses Model bei einem früheren Shooting, und das übrigens völlig zu recht, festgestellt, dass ich zu viel nachdenke und viel zu selbstkritisch bin. Was dann auch die Frage beantwortet, worum es mir bei dem Titel eigentlich geht: um meine Erwartungshaltung an mich selbst.

Üblicherweise gehe ich mit meinen Fotos relativ hart ins Gericht, aber ich gebe offen zu: Als ich durch den Bildband blätterte, dachte selbst ich diverse Male „Scheiße, Sven. Du bist gar nicht mal so schlecht.“. Ganz ehrlich: Wenn ihr selbst fotografiert und wissen möchtet, wie gut eure Fotos aussehen können, nehmt ein bisschen Geld in die Hand und lasst sie in entsprechender Qualität drucken. Für mich war das, bei aller Bescheidenheit, ein echtes Aha-Erlebnis. Womit ich übrigens nicht sagen möchte, dass ich inzwischen am Ziel angekommen bin. Davon bin ich noch weit entfernt. Sehr weit. Ich bin mir durch den Bildband aber sehr sicher geworden, dass ich definitiv auf dem richtigen Weg bin …

Zum Schluss bleibt mir nur noch, mich zu bedanken. Bei Franziska, Maraike, Jule, Anita, Kim-Sarah, Lena, Tabea, Dolores, Nathalie, Jennifer, Hannah, Svea, Josefine, Lana, Ines, Marie, Alisha, Emma-Lotta, Isabell und natürlich auch bei allen anderen Personen, die ich schon fotografieren durfte. Bei Andreas Jorns, der nicht nur seine Fotos, sondern auch offenherzig seine Gedanken zur Fotografie teilt, mir dadurch immer wieder neue Denkanstöße gibt und ohne dessen Bildbände ich meinen vermutlich nie in Angriff genommen hätte. Bei Matthes Zimmermann, der maßgeblich für das Layout von Andreas‘ Werken verantwortlich ist. Und natürlich bei Saal Digital für den 40-Euro-Gutschein. 😉

03.2019 | Tjorven

Man soll sich ja nicht selbst loben, aber meine Güte, bin ich derzeit fleißig! Nicht nur, dass ich jedes Wochenende shoote, ich setze mich derzeit auch jeden Abend an den Rechner, um zumindest ein paar Fotos fertigzustellen – nicht zuletzt, weil im Mai meine Hochzeitssaison beginnt und ich dann möglichst k(l)eine Rückstände aus den Porträtshootings haben möchte.

Und weil ich derzeit so fleißig bin, kann ich euch schon heute die Fotos zeigen, die mit Tjorven vor 1 1/2 Wochen entstanden sind. Klasse, oder?

Wenn ich an das Shooting denke, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht, worüber ich mich am meisten freuen soll. Über die Fotos, die entstanden sind? Darüber, dass Tjorven extra aus Flensburg zu mir gekommen ist, um sich von mir fotografieren zu lassen? Darüber, dass sie nach dem Shooting nicht direkt geflohen ist, sondern stattdessen zum Ausklang des Tages noch gemütlich eine Pizza mit mir gegessen hat? Oder darüber, dass sie versprochen hat, mir einen Hocker zu schreinern (ich hätte nämlich gerne einen für meine Shootings – und Tjorven ist praktischerweise Tischlerin). Schwierig, schwierig …

Euch auf jeden Fall viel Spaß mit den Fotos! Und dir, liebe Tjorven, noch mal vielen Dank für den entspannten Tag!