08.2019 | Hochzeit von Svea und Stephen

Anscheinend hat es sich noch nicht überall rumgesprochen, dass ich auch Hochzeiten fotografiere. Anders lässt sich zumindest der Gesichtsausdruck meines Models nicht erklären, als wir neulich über das Thema Hochzeiten sprachen und ich ihr erzählte, dass auch ich Paare an ihrem großen Tag begleite.

So darf’s natürlich nicht bleiben – und deswegen gibt’s heute (endlich komme ich mal dazu) als kleine Erinnerung die Fotos von Sveas und Stephens Hochzeit. Eine Hochzeit, auf die ich mich im Vorwege ganz besonders gefreut habe, da ich Svea bereits seit ein paar Jahren kenne, nicht nur sie, sondern auch sie gemeinsam mit Stephen schon mal vor der Kamera hatte und zu guter Letzt auch bereits ihren Junggesellinenabschied fotografieren durfte. Es ist einfach schön, Menschen über einen längeren Zeitraum zu begleiten – ich kann (und möchte) nicht leugnen, dass diese Hochzeit dadurch auch für mich persönlich eine besondere Bedeutung hatte.

Danke, ihr zwei, dass ich euch an eurem Tag begleiten durfte und eure Fotos hier zeigen darf! Ich bin schon gespannt, was für Fotos wir als nächstes angehen … 🙂

08.2019 | Melanie

Ursprünglich hatte ich an dieser Stelle einen längeren Text über Spaß und Vertrauen beim Shooting stehen, habe dann aber schlussendlich doch entschieden, mir diesen Text für das zweite Shooting mit Melanie aufzuheben. Ein Shooting, für das es noch keinen Termin gibt, auf das ich mich aber schon sehr freue und von dem ich hoffe, dass es recht zügig im nächsten Jahr stattfinden wird. Und für das Melanie mir etwas versprochen hat …

Das klingt jetzt vermutlich wesentlich geheimnisvoller, als es letztendlich tatsächlich ist. Aber hey, ein wenig künstliche Spannung hat ja noch nie geschadet! 😉

In diesem Sinne gibt’s hier und heute schon mal die Ergebnisse unseres ersten Shootings – viel Spaß beim Betrachten der Fotos!

07.2019 | Tjorven

Da ich Tjorven im Juli schamlos ausgenutzt und ein neues Objektiv an ihr getestet habe, möchte ich dieses Shooting nutzen, um mal über ein Thema zu schreiben, das ich ansonsten weitestgehend versuche zu vermeiden: Technik.

Versteht mich nicht falsch: Ich liebe Technik. Ich bin ein Technik-Nerd. Ich habe mehrere Computer, mehrere Spielekonsolen, mehrere Smartphones, mehrere Tablets und ja, auch mehrere Kameras. Vieles davon befriedigt ausschließlich das innere Kind in mir, ist purer Spielkram und absolut nicht notwendig – und genau das ist der Grund, wieso ich nicht (mehr) gerne über Technik rede: Viele (zu viele) Menschen verwechseln Spielkram mit Notwendigkeit, was sachliche Diskussionen über Technik oftmals schwierig bis unmöglich macht.

Nehmen wir zum Beispiel die Kameratechnik: Die Fotos von Tjorven habe ich dieses Mal nicht mit meiner Vollformatkamera, sondern mit einer Olympus (also einem nur halb so großen Sensor) aufgenommen. Zugegeben, mit dem M.Zuiko 45mm F1.2 PRO hing ein sehr gutes Objektiv an der Kamera, doch auf dem Papier hätte diese Kombination trotzdem keine Chance gegen mein 1.4er-Vollformatobjektiv. Sieht man dies den Fotos an? Ich bezweifle das. Und doch heißt es immer wieder, dass Vollformat bei Porträts aufgrund der Freistellung das einzig Wahre ist. Kann man natürlich so sehen. Muss man aber nicht. Viel wichtiger als die Kamera ist ohnehin das Objektiv. Und noch mal deutlich wichtiger ist die Chemie zwischen euch und eurem Modell. Und natürlich die Fähigkeit, im richtigen Moment abzudrücken.

Klar macht moderne Technik vieles einfacher. Aber einfacher ist nicht automatisch besser. Trotz zahlreicher Automatiken fotografiere ich zum Beispiel grundsätzlich komplett manuell. Selbst auf den Autofokus verzichte ich. Nicht, weil ich damit nicht umgehen könnte oder mich deshalb für etwas Besseres halte, sondern weil ich dadurch das Gefühl habe, mir das Foto tatsächlich erarbeitet und damit auch verdient zu haben. Klingt vielleicht ein wenig blöd, ist aber so. Und der Punkt ist: Es zeigt mir, dass ich die meisten Funktionen, die moderne Kameras bieten, für meine Art der Fotografie schlicht nicht benötige. Klar finde ich jedes neue Feature interessant und spiele damit auch gerne mal rum – aber ich benötige es nicht.

In diesem Sinne: Habt Spaß und fotografiert mit der Kamera, die euch die Fotos ermöglicht, die ihr machen möchtet. Und nein, das muss keine moderne Vollformatkamera sein. Lasst euch da nichts einreden!

Und zum Abschluss noch ein paar künstlerisch äußerst wertvolle Outtakes … 😉

07.2019 | Diana

Üblicherweise schreibe ich an dieser Stelle immer ein paar Worte, die mir zu dem jeweiligen Shooting einfallen. Dieses Mal möchte ich darauf verzichten. Nicht etwa, weil mir zu dem Nachmittag mit der wunderbaren Diana nichts einfallen würde, sondern weil ich die Fotos einfach mal für sich sprechen lassen möchte.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Betrachten!

07.2019 | Antonia

Gestern musste ich mit Erschrecken feststellen, dass ich hier seit nunmehr über einen Monat keinen neuen Beitrag veröffentlicht habe. Und das, obwohl noch diverse Shootings auf meiner Festplatte liegen und auf ihre Veröffentlichung warten. Was soll ich zu meiner Verteidigung sagen, außer: Es waren stressige Wochen. In Zukunft sollte es bei mir aber wieder ruhiger werden. Und damit hier auch wieder öfter etwas passieren.

Los geht’s heute mit den im Juli entstandenen Fotos von Antonia. Und dieses Shooting erinnert mich an ein Thema, das ich hier schon länger mal ansprechen wollte. Mit Antonia habe ich im Vorfeld nämlich etwas getan, was ich sonst nie tue: einen TfP-Vertrag abgeschlossen.

Ich weiß, dass viele Fotografen (und auch Modelle) bei freien Arbeiten auf einen TfP-Vertrag bestehen. Ganz ehrlich: Ich habe darauf keine Lust. Wenn ich mit jemandem auf TfP-Basis zusammenarbeite, dann mache ich das ausschließlich, weil ich in dieser Person etwas Interessantes sehe und Lust habe, diesen Menschen kennenzulernen und zu fotografieren. Und nicht zuletzt, weil mir diese Person in irgendeiner Art und Weise sympathisch ist und ich glaube, dass wir auf einer Wellenlänge liegen könnten. Mit solchen Personen förmliche Verträge abzuschließen, fühlt sich für mich irgendwie … falsch an. Und mit Menschen, bei denen ich kein gutes Gefühl habe, mache ich erst gar keine freien Arbeiten.

Vielleicht bin ich diesbezüglich zu naiv, aber was kann denn schlimmstenfalls passieren? Dass ich mich in der Person täusche und mir das Modell im Nachhinein untersagt, die Fotos zu veröffentlichen? Ist mir ehrlich gesagt egal, denn selbst mit Vertrag würde ich die Fotos in solch einem Fall nicht zeigen bzw. wieder löschen. Für lange Diskussionen ist mir meine Zeit viel zu schade. Die Situation wird dann einfach unter der Rubrik Lebenserfahrung abgelegt, das Modell auf die Schwarze Liste gesetzt und gut ist. Zumal ich mich eh frage, wie viel so ein TfP-Vertrag im Zweifel wert ist, sollte solch eine Sache tatsächlich vor Gericht enden.

Der einzige Grund, der mich doch noch umstimmen könnte, ist das Finanzamt. Schließlich habe ich mit einem TfP-Vertrag einen schriftlichen Beweis dafür, dass ich für das Shooting nicht bezahlt wurde. Das kann ich mir bei einer Steuerprüfung tatsächlich praktisch vorstellen. Aber darüber mache ich mir Gedanken, wenn es so weit ist (auch wenn mich das ggf. Lehrgeld kosten wird). Bis dahin ist mir der unkomplizierte Umgang mit meinen Modellen wichtiger.

Und falls ihr euch jetzt (völlig zu recht) fragt, wieso ich mit Antonia dennoch einen TfP-Vertrag abgeschlossen habe: Die liebe Antonia ist minderjährig – und da wollte ich dann zumindest sichergehen, dass auch ihre Mutter mit dem Shooting einverstanden ist. 😉

So, genug gelabert: viel Spaß mit den Fotos!