07.2019 | Diana

Üblicherweise schreibe ich an dieser Stelle immer ein paar Worte, die mir zu dem jeweiligen Shooting einfallen. Dieses Mal möchte ich darauf verzichten. Nicht etwa, weil mir zu dem Nachmittag mit der wunderbaren Diana nichts einfallen würde, sondern weil ich die Fotos einfach mal für sich sprechen lassen möchte.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Betrachten!

07.2019 | Antonia

Gestern musste ich mit Erschrecken feststellen, dass ich hier seit nunmehr über einen Monat keinen neuen Beitrag veröffentlicht habe. Und das, obwohl noch diverse Shootings auf meiner Festplatte liegen und auf ihre Veröffentlichung warten. Was soll ich zu meiner Verteidigung sagen, außer: Es waren stressige Wochen. In Zukunft sollte es bei mir aber wieder ruhiger werden. Und damit hier auch wieder öfter etwas passieren.

Los geht’s heute mit den im Juli entstandenen Fotos von Antonia. Und dieses Shooting erinnert mich an ein Thema, das ich hier schon länger mal ansprechen wollte. Mit Antonia habe ich im Vorfeld nämlich etwas getan, was ich sonst nie tue: einen TfP-Vertrag abgeschlossen.

Ich weiß, dass viele Fotografen (und auch Modelle) bei freien Arbeiten auf einen TfP-Vertrag bestehen. Ganz ehrlich: Ich habe darauf keine Lust. Wenn ich mit jemandem auf TfP-Basis zusammenarbeite, dann mache ich das ausschließlich, weil ich in dieser Person etwas Interessantes sehe und Lust habe, diesen Menschen kennenzulernen und zu fotografieren. Und nicht zuletzt, weil mir diese Person in irgendeiner Art und Weise sympathisch ist und ich glaube, dass wir auf einer Wellenlänge liegen könnten. Mit solchen Personen förmliche Verträge abzuschließen, fühlt sich für mich irgendwie … falsch an. Und mit Menschen, bei denen ich kein gutes Gefühl habe, mache ich erst gar keine freien Arbeiten.

Vielleicht bin ich diesbezüglich zu naiv, aber was kann denn schlimmstenfalls passieren? Dass ich mich in der Person täusche und mir das Modell im Nachhinein untersagt, die Fotos zu veröffentlichen? Ist mir ehrlich gesagt egal, denn selbst mit Vertrag würde ich die Fotos in solch einem Fall nicht zeigen bzw. wieder löschen. Für lange Diskussionen ist mir meine Zeit viel zu schade. Die Situation wird dann einfach unter der Rubrik Lebenserfahrung abgelegt, das Modell auf die Schwarze Liste gesetzt und gut ist. Zumal ich mich eh frage, wie viel so ein TfP-Vertrag im Zweifel wert ist, sollte solch eine Sache tatsächlich vor Gericht enden.

Der einzige Grund, der mich doch noch umstimmen könnte, ist das Finanzamt. Schließlich habe ich mit einem TfP-Vertrag einen schriftlichen Beweis dafür, dass ich für das Shooting nicht bezahlt wurde. Das kann ich mir bei einer Steuerprüfung tatsächlich praktisch vorstellen. Aber darüber mache ich mir Gedanken, wenn es so weit ist (auch wenn mich das ggf. Lehrgeld kosten wird). Bis dahin ist mir der unkomplizierte Umgang mit meinen Modellen wichtiger.

Und falls ihr euch jetzt (völlig zu recht) fragt, wieso ich mit Antonia dennoch einen TfP-Vertrag abgeschlossen habe: Die liebe Antonia ist minderjährig – und da wollte ich dann zumindest sichergehen, dass auch ihre Mutter mit dem Shooting einverstanden ist. 😉

So, genug gelabert: viel Spaß mit den Fotos!

06.2019 | Ines

Der Sommer ist zurück – was mich daran erinnert, dass ich euch noch ein paar Fotos von Ines schuldig bin. Diese sind nämlich am Strand entstanden. Und das bereits Mitte Juni. Da könnt ihr mal sehen, wie gelassen ich inzwischen bin, was das Veröffentlichen neuer Fotos angeht.

Während mich das aktuelle Strandwetter an dieses Shooting erinnert, erinnert mich dieses Shooting wiederum daran, dass ich viel zu selten am Kieler Ostufer unterwegs bin. Laboe. Stein. Heidkate. Alles wunderschöne Orte, an denen ich leider so gut wie nie fotografiere. Nicht zuletzt, weil ich kein Auto besitze. Ich glaube, ich muss bei Instagram mal ganz uneigennützig fragen, ob die eine oder andere Frau vielleicht Lust auf schöne Porträts im Sonnenuntergang hätte und bereit wäre, mich hierfür einzusammeln und dorthin mitzunehmen …

Nun aber erst mal viel Spaß mit den folgenden Fotos von Ines. Diese sind zwar nicht im Sonnenuntergang entstanden, aber wer weiß: Vielleicht bekomme ich sie ja überredet, noch mal mit mir dorthin zu fahren. 😉

06.2019 | Lena

Es ist Freitag. Ich bin frustriert. In einer Instagram-Story lasse ich meinem Ärger freien Lauf. Darüber, dass mein für Samstag geplantes Shooting in Hamburg ausfällt, weil das Modell sich einfach nicht mehr meldet. Darüber, dass Zuverlässigkeit immer mehr aus der Mode zu kommen scheint. Darüber, dass es manchmal sehr frustrierend ist, mit Men… ach, egal. Darum soll es heute gar nicht gehen.

Heute soll es um einen Tag mit Lena gehen, die sich aufgrund meines Gejammers bei mir meldete und mir zu meiner großen Freude anbot, spontan einzuspringen. Tag gerettet! Und so ging es an einem herrlichen Sommer-Samstag dann doch noch nach Hamburg. Unser erster Abstecher führte uns zur Alten Harburger Elbbrücke, wo ich jedoch einmal mehr feststellen durfte, dass pralle Sonne für Fotos eher suboptimal ist. Als Lena hörte, dass ich noch nie den Alten Elbtunnel gesehen hatte, stand auch schon direkt unser zweites Ziel fest. Fürs Fotografieren war es zwar definitiv zu voll, aber einen Spaziergang durch den Tunnel hin und zurück ließen wir uns dennoch nicht nehmen. Inzwischen setzte der Hunger bei uns ein, also beschlossen wir, diesen bei einem Mexikaner zu stillen. Und während wir so dasaßen, aßen und uns unterhielten, stellten wir fest, dass dies zwar der perfekte Tag für Spaziergänge und gute Gespräche war, sich aber irgendwie keine richtige Shooting-Stimmung einstellen wollte. Also beschlossen wir, ohne schlechtes Gewissen, es an diesem Tag dabei auch zu belassen.

Was ich euch mit dieser kleinen Geschichte eigentlich sagen möchte: Versucht nicht, auf Teufel komm raus Fotos zu machen. Wenn es sich so ergibt, ist es auch mal völlig in Ordnung, den Tag mit einem netten Menschen einfach nur zu genießen – insbesondere dann, wenn die Fotografie für euch „nur“ ein Hobby ist und kein Auftrag dahinter steht. Fotos könnt ihr auch noch an einem anderen Tag machen. Ohne Druck. Ohne Zwang.

Na gut, um ehrlich zu sein, sind an diesem Tag dennoch eine Handvoll Fotos entstanden. Diese würde ich aber weniger als Ergebnisse eines Shootings, sondern vielmehr als Schnappschüsse eines gelungenen Tages in netter Gesellschaft bezeichnen. Danke noch mal, liebe Lena!

In diesem Sinne: Bleibt entspannt – und setzt euch nicht zu sehr selbst unter Druck!

06.2019 | Christoph

Ich werde immer mal wieder gefragt, wieso ich eigentlich größtenteils Frauen und so gut wie nie Männer fotografiere. Von Frauen oft aus echtem Interesse, von Männern meist in Verbindung mit einem entsprechenden Grinsen.

Nun möchte ich nicht leugnen, dass ich mich zu Frauen deutlich stärker hingezogen fühle als zu Männern (zurückhaltend formuliert), doch für die Fotografie tut das absolut nichts zur Sache. Wohl aber, dass ich mich mit Frauen schon immer besser verstanden habe als mit Männern. Ich schaue keinen Fußball (nein, auch nicht zur WM), trinke kein Bier (bzw. überhaupt Alkohol), interessiere mich nicht für Autos, bin handwerklich total unbegabt – und wenn in geselligen Runden über entsprechende Themen gesprochen wird, schalte ich geistig schneller ab, als ihr „Du bist ja gar kein richtiger Mann!“ sagen könnt. Dementsprechend habe ich mich in Gesellschaft von Frauen schon immer deutlich wohler gefühlt und Gespräche mit ihnen als für mich bereichernder empfunden. Dass ich mich nun auch fotografisch grundsätzlich lieber mit Frauen als mit Männern beschäftige, ist da nur die logische Konsequenz.

Hinzu kommt, dass schlicht und einfach deutlich mehr Frauen bei mir anfragen als Männer. Und dass Männer – wenn ich denn mal von mir aus einen entdecke, den ich gerne fotografieren würde – deutlich schwerer von einem Shooting zu überzeugen sind als Frauen. Sag einer Frau, dass sie ein interessantes Gesicht hat und du sie gerne fotografieren würdest, und sie fühlt sich geschmeichelt. Sag dasselbe einem Mann und du erntest ein skeptisches Stirnrunzeln.

Das Schöne aber ist: Wenn es sich ergibt, dann mache ich es selbstverständlich auch mit Männern!* So wie mit Christoph, der laut eigener Aussage eine ausgewachsene Kameraphobie hat. Dass er sich dennoch vor meine Kamera getraut hat, verdanke ich der Hochzeit von Julia und Paddy, auf der Christoph mich in Aktion erlebte und feststellte, dass es beim Fotos machen durchaus auch locker zugehen kann. Also schrieb er mich kurze Zeit später an – und viele Monate später sind dann im Juni unter anderem die folgenden Fotos entstanden.

P.S.: Bei allem, was ich hier über Männer und Frauen gesagt habe, gilt selbstverständlich: Ausnahmen bestätigen die Regel! 😉

*Hätte ich diesen Satz nicht irgendwie eingebaut, wäre Christoph sehr traurig gewesen …