12.2019 | Sophia

Durch meine Shootings habe ich die Erfahrung gemacht, dass es grundsätzlich zwei Arten von Menschen gibt: Es gibt diejenigen, bei denen man sich die Bilder als Fotograf „erarbeiten“ muss. Die ein wenig Zeit und Unterstützung brauchen, um locker zu werden und sich auf das Shooting einzulassen. Und dann gibt es diejenigen, bei denen man als Fotograf eigentlich nur beobachten und rechtzeitig den Auslöser drücken muss. Beide Arten von Menschen haben für mich ihren Reiz und sorgen letztlich dafür, dass es in der Porträtfotografie nie langweilig wird.

Sophia gehört definitiv zur zweiten Gruppe. Und durch ihre natürliche, aufgeweckte Art außerdem zu den Menschen, mit denen ich vermutlich stundenlang mit der Kamera in der Hand durch die Weltgeschichte laufen könnte, ohne dass mir dabei langweilig werden würde. Genau so sind dann letztlich auch die Fotos entstanden, die ich euch heute zeige: Bei einem gemeinsamen Spaziergang am Strand. Ganz entspannt und ohne echtes Ziel, dafür mit viel Gequatsche und dem beruhigenden Gefühl, dass am Ende schon etwas Gutes dabei herausspringen wird.

Ich hoffe, die Fotos gefallen euch so gut wie uns!

11.2019 | Merle

Ich mag Menschen, die nur dann reden, wenn sie auch wirklich etwas zu erzählen haben. Und weil ich solche Menschen mag, werde ich mich heute auch selbst an diese Lebenseinstellung halten. Denn mal ehrlich: Ich sitze nun die siebte Woche im Homeoffice, habe seitdem nur drei Mal meine Wohnung verlassen und hatte seit acht Wochen kein Shooting. Soll heißen: Ich wüsste nicht, was ich euch Gehaltvolles zu erzählen hätte. Höchstens, dass ich durch die viele Zeit endlich dazu komme, jene Filme nachzuholen, die sich bei mir in den letzten Jahren angesammelt haben. Aber das hat mal so gar nichts mit der Fotografie zu tun – und wer sich für meine Filmleidenschaft interessiert, wird ja hoffentlich eh schon unter CineKie.blog mitlesen.

Also gibt’s heute (mehr oder weniger) direkt die Fotos der lieben Merle, die letztes Jahr im November bei mir zu Besuch war. Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn die Kontaktsperre irgendwann gelockert wird und ich wieder Menschen auf meiner Fensterbank begrüßen darf. Die Arme fühlt sich hier so langsam ziemlich vernachlässigt …

10.2019 | Kaja

Während ich hier so nach und nach die letzten Fotos veröffentliche, wird mir erst bewusst, wie viele Shootings ich letzten Oktober doch hatte. Stolze sieben, um genau zu sein. Ich frage mich gerade, wie ich das zeitlich überhaupt hinbekommen habe …

Zeit. Davon habe viele Menschen derzeit mehr, als ihnen lieb ist. Für mich gilt das glücklicherweise nicht, denn zum einen führe ich von Natur aus ein eher zurückgezogenes Leben und zum anderen habe ich noch so viele Filme, Serien, Videospiele, Musikalben und Bücher auf meiner Liste stehen, dass ich trotz abgesagter Shootings gar nicht weiß, womit ich mich zuerst und zuletzt beschäftigen soll. Von einem Lagerkoller bin ich also weit entfernt – auch wenn mir die Shootings natürlich schon fehlen.

Bevor ich mich nun gleich mit der quälenden Frage nach dem nächsten zu guckenden Film beschäftige, möchte ich euch aber erst noch die Fotos der lieben Kaja zeigen. Während des Shootings sind zwar auch meine typischen Fensterlichtfotos entstanden, doch besonders haben es mir in diesem Fall die ganz schlichten Aufnahmen vor meinem einfarbigen Hintergrund angetan – weswegen ich euch hier auch nur diese zeigen werde (die anderen gibt’s dann wie immer nach und nach bei Instagram und Facebook). Fragt mich bitte nicht wieso, aber ich finde, dass Kaja einfach das perfekte Gesicht für diese Art von Fotos hat!

10.2019 | Minh

Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, verzichte ich momentan darauf, wöchentlich einen neuen Blogbeitrag zu schreiben. Da ich aufgrund der aktuellen Situation derzeit auf neue Shootings verzichte, möchte ich die noch auf Halde liegenden Fotos lieber ein wenig strecken – wer weiß, wann wieder Nachschub kommt …

Zum Glück habe ich hier noch die einen oder anderen Ergebnisse liegen. Zum Beispiel von Minh, die ich letzten Oktober in Osnabrück besucht habe. Ja, richtig gelesen: Ich habe meine vertraute Umgebung verlassen und mich in eine fremde Stadt begeben. Muss ja auch mal sein. Horizonterweiterung und so. Außerdem wollte ich Minh fotografieren, seit ich sie durch Zufall bei Instagram entdeckt hatte. Also ab in den Zug und los ging’s zu meiner ersten kleinen Shootingreise und einem extrem lustigen Tag in Osnabrück – inklusive eines kleinen Hotelzimmer-Shootings (bei dem uns am Ende leider ein wenig das Licht ausgegangen ist).

Wollen wir hoffen, dass sich die derzeitige Situation schneller beruhigt als viele Experten vermuten. Ich habe nämlich tierische Lust, so was künftig öfter mal in Angriff zu nehmen …

10.2019 | Jana

Ich denke zu wenig. Und bevor meine Ex-Frau und die Menschen, die mich gut genug kennen, in schallendes Gelächter ausbrechen und vehement widersprechen, schränke ich es lieber direkt ein wenig ein: Bezogen auf die Fotografie denke ich zu wenig.

Ich denke zu wenig darüber nach, was für Fotos bei einem Shooting entstehen sollen. Klar, eine grobe Richtung habe ich im Kopf (inzwischen scheine ich tatsächlich so etwas wie einen Stil entwickelt zu haben), aber von einem echten Plan kann hierbei keine Rede sein. Stattdessen lasse ich den Tag lieber auf mich zukommen und mich überraschen, was für Fotos je nach Person, Situation und Stimmung entstehen.

Ich denke zu wenig darüber nach, welche Technik am besten geeignet sein könnte. Ja, ich bin ein Technik-Nerd und ja, ich habe diverse Kameras und Objektive, aber wenn’s um Porträts geht, entstehen 90 % meiner Fotos mit einem meiner beiden 50-mm-Objektive. Was soll ich sagen? Ich liebe diese „langweilige“ Brennweite einfach.

Ich denke zu wenig darüber nach, ob meine Fotos gut ankommen werden. Zugegeben, das Model sollte am Ende des Tages schon zufrieden sein, aber wer zu mir kommt, weiß inzwischen auch, wie meine Fotos grob aussehen. Also fotografiere und zeige ich einfach die Bilder, die ich machen möchte und die mir selbst gefallen – und freue mich dann umso mehr, wenn diese auch bei anderen gut ankommen.

Ich denke zu wenig darüber nach, wie ich meine Social-Media-Aktivitäten optimieren könnte. Ja ja, ich weiß: Ich veröffentliche bei Instagram jeden Tag ein Foto. Dies mache ich aber nicht, weil ich das Gefühl habe, es tun zu müssen, sondern weil es mir Spaß macht und inzwischen zu einem festen Ritual für mich geworden ist. Ich achte nicht auf die optimale Uhrzeit, folge nur den Personen, die mich auch wirklich interessieren, like und kommentiere nur das, was mir gefällt und ’ne Story gibt’s auch nur dann, wenn ich gerade Lust darauf habe.

Wie gesagt: Ich denke zu wenig. Vielleicht bleibe ich dadurch hinter meinen Möglichkeiten zurück. Aber vielleicht sorgt auch gerade das dafür, dass ich zur Fotografie ein recht entspanntes Verhältnis habe und mich nicht ständigem Druck ausgesetzt fühle. Und vielleicht wirkt sich das wiede­r­um auf die Fotos und meinen Umgang mit den Models aus. Wer weiß das schon …

So, genug geschwafelt – kommen wir zu Jana. Die liebe Jana hatte ich auf dem Schirm, seit ich Dezember 2017 eine Präsentation des 1. Latin Team Kiel fotografieren durfte. Da wir beide etwas schüchtern sind, sollten dann noch mal knapp zwei Jahre vergehen, bis wir endlich zueinander fanden. Aber wie heißt es so schön: Geduld ist eine Tugend. Gut Ding will Weile haben. Lieber spät als nie. Was zusammen gehört, kommt auch zusammen. Wenn die Zeit gekommen ist … na gut, ich hör‘ ja schon auf.

Viel Spaß mit den Fotos von Jana!

10.2019 | Isabell

Gute Nachrichten für alle, die schon mal bei mir waren und seitdem verzweifelt auf das nächste Shooting warten (lacht nicht, solche soll es tatsächlich geben): Nachdem ich 2019 überwiegend neue Gesichter vor meiner Kamera begrüßt habe, werde ich mich 2020 bevorzugt den Menschen widmen, die ich bereits kenne. Um die Seiten kennenzulernen, die mir bislang verborgen geblieben sind – und diese dann hoffentlich auch zu zeigen. Denn eines ist ganz klar: Um einen Menschen wirklich kennenzulernen, reicht ein Shooting alleine nicht aus. Und je besser man sich kennt, umso ehrlicher werden in der Regel auch die Fotos.

Ein schönes Beispiel ist die wunderbare Isabell, die ich nun seit knapp zwei Jahren kenne und die im Oktober bereits zum fünften Mal vor meiner Kamera stand. Denn obwohl ich Isabell als generell sehr offene Person bezeichnen würde und wir direkt einen guten Draht zueinander hatten, so habe ich doch das Gefühl, sie mit jedem Shooting als Mensch ein kleines bisschen besser kennenzulernen, zu verstehen und folglich auch zu fotografieren. Und genau dieses Gefühl hätte ich künftig gerne auch bei anderen Shootings …

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